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Tipps & Tricks Chile

Chiles Bevölkerung hat in den vergangenen Wochen einige Nackenschläge einstecken müssen – ein Großbrand in Valparaíso und ein Erdbeben in der Region Iquique erschütterten das Land. Nichtsdestotrotz: Chile ist ein reizvolles Reiseland mit faszinierenden Landschaften und gastfreundlichen Bewohnern. Unsere Tipps & Tricks helfen hoffentlich, den Aufenthalt in Chile noch mehr zu genießen.

1. Valparaíso ausgiebig erkunden:

Die Küstenstadt Valparaíso ist ein lohnenswertes Reiseziel (nach dem tragischen Großbrand bestimmt immer noch), in dem es unglaublich viel zu entdecken und zu unternehmen gibt. Ein paar Beispiele gefällig? Gerne: Die Cerros der Stadt erklimmen und aus dieser hügeligen Höhe auf den blauen Pazifik schauen (der Ausblick vom Plaza Bismarck auf der Avenida Alemania ist nachts besonders beeindruckend), durch die verwinkelten Straßen schlendern und die vielen, schön-gestalten Graffitis und Zeichnungen bestaunen (und vielleicht sogar zählen?) oder durch die Bars von Cerro Concepción und Cerro Alegre ziehen und mit einem Pisco Sour in der Hand neue Kontakte knüpfen (in der Bar Ritual auf der Avenida Almirante Montt gibt es leckere, gut gemischte Pisco Sour für den fairen Preis von 2.000 chilenischen Pesos pro Glas). Sollte nach einer durchzechten Nacht der Vitaminspiegel wieder aufgefüllt werden müssen, ist der Mercado in der Nähe des Busbahnhofs ein guter Ort, um frisches Obst zu kaufen. Die Fahrt von Valparaíso ins benachbarte Viña del Mar ist außerdem mit einem Colectivo günstiger als mit der Metro, da in diesem Fall noch eine Metrokarte dazugekauft werden muss.

2. Köstliche Empanadas essen:

Typisches Essen für Zwischendurch, ein Snack auf die Hand: Empanadas sind fast schon Kult in Chile. Wir haben die zum Beispiel mit Käse, Tomaten, Chorizo oder Meeresfrüchten gefüllten Teigtaschen ebenfalls lieben gelernt. In der Regel kostet eine Empanada circa 1.000 chilenische Pesos. Entweder können diese Leckereien bei Straßenhändlern oder bei – unter anderem darauf spezialisierten – Imbissläden erstanden werden. Empanadas gibt es auch in Bäckereien, aber dort werden sie meistens nicht frisch hergestellt, sondern nur aufgewärmt. Nicht zu empfehlen. Die besten Empanadas, die wir in Chile gegessen haben, sind von Delicious Express auf der Calle Urriola in Valparaíso.

3. Starken Pisco in verschiedenen Varianten trinken:

Pisco Sour ist sicherlich das alkoholische Nationalgetränk der Chilenen. Allerdings wird der Traubenschnaps Pisco auch in anderen Varianten angeboten. Unter anderem steht noch fruchtiges Pisco Mango zur Auswahl. So oder so: Es schmeckt. Aber Vorsicht: Der starke Pisco kann einem schnell zu Kopf steigen.

4. Im Valle de Elqui entspannen und die Zeit vergessen:

Das Valle de Elqui steht sicherlich nicht bei jedem Chile-Touristen auf dem Reiseplan. Aber gerade das macht das Tal östlich der Küstenstadt La Serena so reizvoll: Eine Kombination aus Ruhe, reizvoller Landschaft und gastfreundschaftlichen Bewohnern wartet auf diejenigen, die dem Valle de Elqui einen Besuch abstatten. Wir haben jedoch nicht nur das Tal genossen, sondern auch unsere Unterkunft Hostal Luz del Valle mit Pool, sauberen, hellen Zimmern sowie leckerem Frühstück. Doch eines macht dieses Hotel unschlagbar: die freundlichen, hilfsbereiten und warmherzigen Besitzer Luz und Michel. Nähere Informationen zum Hostal Luz del Valle gibt es unter www.luzdelvalle.cl.

5. Genügend Bargeld nach San Pedro de Atacama mitnehmen:

Macht es cleverer als wir: Wir hatten kaum noch Bargeld in unseren Portemonnaies, als wir in der Wüstenstadt San Pedro de Atacama angekommen sind. Nach dem Einchecken ins Hotel haben wir uns also umgehend auf die Suche nach einem Geldautomaten gemacht. Eine solche Maschine zu finden, ist nicht das Problem im Zentrum von San Pedro de Atacama, schließlich gibt es dort mindestens drei davon. Doch wollen diese häufig kein Geld ausspucken. Defekt.  Ärgerlich. Zum Glück war aber immerhin einer der Geldautomaten während unseres Aufenthaltes funktionstüchtig. Verlassen sollten Reisende sich allerdings nicht unbedingt darauf. Daher: Lieber ein bisschen mehr Bargeld nach San Pedro de Atacama mitnehmen.

6. Durch das Valle de la Luna mit dem Fahrrad radeln:

Haben Reisende kein eigenes Auto und möchten das Valle de la Luna, das rund 16 Kilometer von San Pedro de Atacama entfernt ist, erkunden, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man bucht eine Tour und lässt sich mit einem Bus dort hinfahren oder man leiht sich ein Fahrrad aus und radelt in den Nationalpark. Zugegeben: Selber in die Pedale zu treten, ist deutlich anstrengender – vor allem bei den heißen Temperaturen in der Atacamawüste. Aber es lohnt sich: Schließlich ist man so zum einen unabhängig und kann sich seine Zeit im Valle de la Luna selber einteilen. Zum anderen ist diese Variante die günstigere (das Leihen eines Fahrrads kostet 4.000 chilenische Pesos für einen halben Tag). Fahrradfahrer sollten gegen 15 Uhr von San Pedro de Atacama losfahren, um genügend Zeit zu haben, sich den Nationalpark in Ruhe anzuschauen und den Sonnenuntergang auf der großen Sanddüne zu erleben.

7. Auf eigene Faust zu den Geisterstädten Humberstone und Santa Laura gelangen:

Reiseagenturen bieten Touren zu den ehemaligen Salpeterwerken Humberstone und Santa Laura von Iquique aus an. Es geht aber auch anders: In der Nähe des Mercado in Iquique fahren regelmäßig Colectivos ab, die vor den Geisterstädten halten. Dies ist der deutlich preiswertere Weg, um die Touristenattraktionen in der Atacamawüste zu erreichen. Auch die Rückfahrt nach Iquique ist kein Problem: Busse fahren nämlich auch wieder zurück in die Küstenstadt. Klar.

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