Ecuador, Reisegeschichten, Reisegeschichten Amerika
Kommentare 2

Markttreiben in Otavalo

Die im Norden von Ecuador gelegene Stadt Otavalo ist wegen ihres bunten Samstagmarktes im ganzen Land bekannt. Dort gibt es vor allem Kunsthandwerk und Tiere zu kaufen. Diesen Anblick finden wir nicht immer gut.

Otavalo. Unsere erste Station in Ecuador, dem mittlerweile achten Land auf unserer Reise durch Südamerika, heißt Otavalo, das circa drei Stunden von der kolumbianisch-ecuadorianischen Grenze entfernt liegt. Die rund 50.000 Einwohner fassende Stadt, durch die die Panamericana führt,  ist besonders für ihren großen Markt, der jeden Samstag stattfindet, berühmt. Und dies ist auch der Grund, warum wir in Otavalo aufschlagen.

Der Markt der Tiere

Ring, Ring. Es ist noch dunkel. Aber der Wecker klingelt bereits. Der Grund: Wir sind in Otavalo. Es ist Samstag. Markttag. Und an einem solchen sind die Bewohner der Stadt, die rund 2.500 Meter über dem Meeresspiegel liegt, früh auf den Beinen.

Deswegen wundert es uns nicht, als um sechs Uhr am Morgen die Straßen von Otavalo gut gefüllt sind. Zuerst zieht es uns jedoch an den Stadtrand. Dort befindet sich nämlich der Tiermarkt.

Der Vulkan Imbabura befindet sich in der Nähe von Otavalo.

Der Vulkan Imbabura befindet sich in der Nähe von Otavalo.

Blauer Himmel am frühen Morgen.

Blauer Himmel am frühen Morgen.

Schon auf dem Parkplatz begegnen uns die ersten Tiere. Unter anderem Schweine, Schafe, Rinder, Ziegen. Diese werden von ihren Besitzern an Leinen geführt. Sie gehen mit ihnen aber nicht Gassi, die Vierbeiner werden zum Tiermarkt gebracht, um zum Verkauf angeboten zu werden. Einige Tiere scheinen dies zu spüren, sie wehren sich, versuchen sich von der Leine zu lösen, schreien, blöken, quieken. Ohne Erfolg. Ihr Schicksal ist besiegelt.

Bereits auf dem Weg zum Tiermarkt sehen wir die ersten Vierbeiner.

Bereits auf dem Weg zum Tiermarkt sehen wir die ersten Vierbeiner.

Unter anderem diese Schafe.

Unter anderem diese Schafe.

Es ist bereits einiges los.

Es ist bereits einiges los.

Dies macht uns nicht gerade glücklich, als wir über den matschigen Platz, wo die Tiere an Pfählen angeleint sind, schlendern. Wir beobachten Verhandlungen. Die Interessenten probieren, die Preise zu drücken. Interessehalber fragen wir einen Händler nach dem Preis für ein großes Schwein. 400 US-Dollar lautet seine Antwort.

Auch Seile werden verkauft.

Auch Seile werden verkauft.

Dann gehen wir in den Kleintierbereich Area Especies Menores. Dort werden Küken in engen Käfigen präsentiert. Dies gefällt uns noch weniger. Daneben sind Hähne mit Schnüren an Steinen befestigt. Verkäuferinnen schleppen zusammengebundene Hühner kopfüber herum. Meerschweinchen krabbeln übereinander. Und süße Hundewelpen entdecken wir in einer Box. Sie schauen uns mit großen Augen an.

Wir haben genug gesehen – und machen uns auf den Rückweg in die Innenstadt.

Der Kleintierbereich des Marktes.

Der Kleintierbereich des Marktes.

Die Küken werden so zum Verkauf angeboten.

Die Küken werden so zum Verkauf angeboten.

 

Diese Hühner müssen auf ihren Verkauf warten.

Diese Hühner müssen auf ihren Verkauf warten.

Ein Kauf wurde gerade abgewickelt.

Ein Kauf wurde gerade abgewickelt.

Sich wiederholende Klamotten, teure Armbänder

Denn im Zentrum von Otavalo reiht sich Marktstand an Marktstand. Die engen Gassen sind voller Menschen. Obst und Gemüse ist im Angebot. Auch Kleidung ist auf dem Markt zu haben. Die für die Anden bekannten Muster und Stoffe sind an jedem dritten Stand erhältlich. Es wiederholt sich somit. Langweilig.

Blick auf Otavalo.

Blick auf Otavalo.

Und jetzt mit uns.

Und jetzt mit uns.

Der Markt zieht viele Menschen an.

Der Markt zieht viele Menschen an.

Gemüse und Kleidung werden unmittelbar nebeneinander angeboten.

Gemüse und Kleidung werden unmittelbar nebeneinander angeboten.

Uns interessiert eher das Kunsthandwerk, das wir hin und wieder entdecken. Aussteigertypen verkaufen unter anderem selbst hergestellte Ringe und Ketten. Viele davon sehen gut aus. Daniela möchte ein Armband kaufen. 14 US-Dollar möchte der junge Mann dafür haben. Ein saftiger Preis. Er lässt mit sich auch nicht handeln. Wir verzichten.

Ohne neues Armband, aber mit vielen bunten Eindrücken verlassen wir am späten Nachmittag Otavalo. Weiter geht es – nach Quito, in die ecuadorianische Hauptstadt.

Otavalo hat auch schöne Gebäude zu bieten.

Otavalo hat auch schöne Gebäude zu bieten.

Wie diese Kirche.

Wie diese Kirche.

Zum Abschluss unseres Aufenthalts gibt es Eis.

Zum Abschluss unseres Aufenthalts gibt es Eis.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.