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Wackliger Christus, waghalsige Sprünge, skeptische Kinder

Mehrere Tage sind wir im Valle Sagrado in der Nähe von Cusco zu Gast bei Freunden, die Daniela noch aus ihrer Zeit in Urubamba kennt. So gibt es für uns rund um Ostern im „heiligen Tal“ viel zu tun: Wir nehmen an einer fast nicht enden wollenden Prozession teil, bestaunen die waghalsigen Sprünge von mutigen Mountainbikern und versuchen skeptische Kinder aus einem abgelegenen Andendorf davon zu überzeugen, ihre kariesbefallenen Beißer von einem deutschen Zahnarzt behandeln zu lassen.

Machu Picchu: Ein Ort voller Magie

Eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Südamerika ist Machu Picchu. Die ehemalige, heilige Stätte der Inka zieht täglich rund 2.000 Touristen an. Auch wir haben um die geheimnisvolle Ruinenstadt im peruanischen Valle Sagrado keinen Bogen gemacht. Und das hat einen guten Grund: Denn Machu Picchu ist – trotz der Masse an Besuchern – der magischste Ort, den wir jemals zu Gesicht bekommen haben.

Oh, wie schön ist Peru

Die meisten Touristen, die die berühmte Inka-Stätte Machu Picchu zu Fuß erreichen, wandern auf dem bekannten, aber überlaufenen Inka-Trail dorthin. Wir haben uns auf die Suche nach einer Alternative gemacht. Und haben uns schließlich für den fünftägigen Salkantay-Trek entschieden, der uns nicht enttäuscht hat. Im Gegenteil: Die anstrengende Wanderung führt uns nicht nur zu unserem Ziel Machu Picchu, sondern auch durch eine Landschaft, die uns dank ihrer teils schroffen, teils tropischen Schönheit immer wieder staunen lässt.

Cusco und der Plaza de Armas von oben fotografiert.

Cusco auf unbetretenen Wegen

Zu Zeiten der Inka war Cusco das Zentrum ihres Imperiums und als „Nabel der Welt“ bekannt. Heute ist die Stadt im peruanischen Andenhochland mit ihren schönen Kirchen, historischen Gebäuden und erhaltenen Inkaruinen ein Touristenmagnet. Doch diese Sehenswürdigkeiten reichten uns nicht aus. Wir wollten Cusco von oben betrachten – und sind daher auf überraschend-unbetretenen Wegen zu einem Aussichtspunkt gegangen. Aus einem Spaziergang wurde ein kleines Abenteuer.

Da fliegen sie heran, in der Schlucht des Kondors.

Die Schlucht des Kondors

Das Valle del Colca – über 100 Kilometer von Arequipa entfernt – ist die wahrscheinlich tiefste Schlucht der Welt. Und ein Ort voller landschaftlicher Reize. Was dem Canyon allerdings vor allem seine Besonderheit verleiht, sind die Kondore, die täglich in den Morgenstunden majestätisch die steilen und felsigen Hänge entlanggleiten. In einer dreitägigen Tour haben wir nicht nur den Anblick dieses Naturschauspiels genossen, sondern uns von diesem wunderschönen Flecken Erde in seiner Gesamtheit verzaubern lassen.

Raften auf dem Rio Chili bei Arequipa.

Raftingspaß pur auf dem Rio Chili

Der Rio Chili bietet in unmittelbarer Nähe der Stadt Arequipa exzellente Raftingmöglichkeiten. Wir haben es ausprobiert und uns im Valle de Chilina in Stromschnellen gewagt, die uns ordentlich durchgeschüttelt, aber nicht aus dem Schlauchboot geworfen haben. Aber das Wichtigste: Wir hatten viel Spaß auf der durchaus anspruchsvollen, sechs Kilometer langen Strecke.

Angekommen in einer anderen Welt

Nun also Peru. Unser erster Halt im dritten Land auf unserer Südamerika-Reise ist das auf 2.335 Metern gelegene Arequipa, das durch eine von drei Vulkanen umgebene, beeindruckende Lage und ansehnliche Architektur besticht. Doch die Stadt im Süden Perus ist für uns noch viel mehr: Sie ist der Startschuss für unser Abenteuer in einer Welt voller Straßenhektik, Verkaufsgetümmel und landschaftlicher Schönheit.