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Die Ruinen von Jerash

Wer auf alte römische Ruinen steht, sollte in Jordanien unbedingt Jerash besuchen. Auch uns hat der Aufenthalt in der antiken Stadt gut gefallen. Insbesondere, weil wir die Sehenswürdigkeit mit keinen weiteren Touristen teilen mussten.

Jerash. Hektik pur. Unser Flug von Berlin über Istanbul nach Amman legt mit reichlich Verspätung ab. Und das nötigt uns dazu, durch den Istanbuler Flughafen zu sprinten, um unseren Anschlussflug nach Jordanien zu erreichen. Völlig außer Puste hecheln wir zum Abfluggate – und sind wie durch ein kleines Wunder doch noch rechtzeitig dort.

Wenig später sitzen wir erneut im Flugzeug und lehnen uns in unseren Sitzen erschöpft zurück. Dann fragt Daniela: „Glaubst Du, dass unser Gepäck im Flugzeug ist?“ Ich antworte: „Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.“

Unsere Befürchtung bewahrheitet sich schließlich am internationalen Flughafen in Amman. Unsere Rucksäcke? Fehlanzeige! Ein bemühter Mitarbeiter am Lost & Found-Schalter macht uns Hoffnung, dass unser vermisstes Gepäck morgen in unser Hostel in Amman nachgeliefert wird. Wir sind gespannt, denken wir uns und verlassen das Flughafengebäude.

Vom Flughafen nach Jerash

In diesem Moment haben wir logischerweise nur Handgepäck dabei. Deswegen entscheiden wir uns spontan, nicht direkt in unsere Unterkunft nach Amman zu fahren, sondern einen Abstecher in den Norden nach Jerash zu unternehmen. Am Rande dieser Stadt sollen beeindruckende römische Ruinen auf Besucher warten. Und diese übriggebliebenen alten Steine enttäuschen uns nicht.

Das Ovale Forum von Jerash.

Das Ovale Forum von Jerash.

Doch der Eintrittspreis für diese bekannte Sehenswürdigkeit hat es durchaus in sich: umgerechnet acht Euro pro Person. Wir reichen das Geld über den Schalter. Und betreten nun die antike Stadt, deren erste Spuren aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. stammen.

Einige Säulen sind noch erhalten.

Einige Säulen sind noch erhalten.

Schlendern durch Ruinen

Ausgestattet mit einer Mappe, die wir an der Einlasskontrolle bekommen haben, ziehen wir durch die Ruinen. Keine andere Menschenseele tut uns dies gleich. Es ist Winterzeit in Jordanien – und an diesem Nachmittag ist es zudem bitterlich kalt in Jerash. Dies könnte ein Grund dafür sein. Uns passt die etwas überraschende Einsamkeit gut. Touristenmassen versuchen wir sowieso, nach Möglichkeit zu vermeiden.

Alleine schlendern wir also durch die geschichtsträchtigen Überreste der antiken Stadt. Heute stehen vor allem immer noch zahlreiche verzierte Säulen. Das Südtheater von Jerash ist ebenfalls noch einigermaßen in Schuss. Von der Arena, wo früher Wagenrennen stattfanden, ist noch eine Tribüne erhalten.

Doch auch ohne ein rasantes Wagenrennen sind die Ruinen von Jerash einen Besuch wert.

Hier fanden Wagenrennen statt.

Hier fanden Wagenrennen statt.

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