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Tbilisi: Zwischen Schick und Zerfall

Die Hauptstadt Georgiens versprüht eine Menge Charme. Ein Streifzug durch Tbilisi – vorbei an baufälligen Häusern und prunkvollen Kathedralen.

Tbilisi. Die Altstadt von Tbilisi macht ihrem Namen alle Ehre. Schließlich sind die Häuser, die sich in diesem Teil von Georgiens Hauptstadt befinden, besonders alt und baufällig – viele stehen am Rande des Verfalls. Das macht einen Teil des Charmes der bevölkerungsreichsten sowie größten Stadt des Landes aus.

Putz bröckelt unaufhaltsam von den Fassaden, Löcher und Risse klaffen wie Wunden in den Wänden,  morsche Holztüren erfüllen ihre Funktion schon lange nicht mehr und die hervorstechenden Balkone sehen einsturzgefährdet aus. Wir verlieren uns für einige Stunden in den Häuserschluchten und Gassen.

Tbilisi mal anders

Prunkvoll kann Tbilisi auch. Das zeigt der geschäftige Rustaweli-Boulevard, wo Auto um Auto an uns sowie an luxuriösen Boutiquen vorbeizieht. Vor allem der Freiheitsplatz mit seiner großen, goldenen Statue ist ein Blickfang.

Ein beliebtes Fotomotiv ist auch die Friedensbrücke, die erst vor einigen Jahren erbaut wurde und sich über den Fluss Mtkwari spannt. Wir wundern uns, denn die Glaskonstruktion mag gar nicht zur georgischen Hauptstadt passen, sie kommt zu modern daher.

Große Zminda-Sameba-Kathedrale beeindruckt uns

Wir gehen ein paar Schritte weiter und stehen wieder zwischen Ruinen. Das fühlt sich mehr nach Tbilisi an. Mittlerweile sind wir auf dem Weg zur Zminda-Sameba-Kathedrale, die uns bereits den ganzen Tag förmlich ins Auge springt. Sie liegt auf dem sogenannten Elias-Hügel und ist fast aus der gesamten Stadt sichtbar.

Ganz in Ruhe erkunden wir das neun Hektar große Gelände. Begleitet werden wir von einem Hund, der sich uns vor dem Eingang angeschlossen hat, den wir aber anschließend zurücklassen müssen.

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Wir lassen weintrinkend den Blick über die Stadt schweifen

Es geht zurück auf die andere Flussseite. Und dann viele Treppen hinauf. Das Denkmal „Mutter Georgiens“ ist unser nächstes Sightseeing-Ziel. 20 Meter ist die Aluminiumstatue hoch. Doch das Beste ist der Blick, den man von dort auf die Dächer der Stadt erhaschen kann.

Genauso atemberaubend ist der Blick von der Dawit-Kirche, die sich im Hang des „heiligen Berges“ befindet. Wir kraxeln noch ein bisschen weiter nach oben und sind nun einem besonderen Wahrzeichen von Tbilisi ganz nah: dem Fernsehturm, der fast 275 Meter in die Höhe ragt und nachts aufwändig beleuchtet wird.

Doch noch ist es taghell. Trotzdem genehmigen wir uns nun den ein oder den anderen Schluck Wein. Denn: Zufälligerweise ist an diesem späten Nachmittag Weinfest im Mtatsminda-Park. So klingt der lange Tag im charmanten Tbilisi aus.

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