Galapagos, Länder, Reisetipps
Kommentare 14

Tipps & Tricks Galapagos

Die Galapagosinseln sind mit ihrer einzigartigen Tierwelt und ihren faszinierenden Landschaften für viele Naturfans ein Sehnsuchtsort. Doch ist eine Reise auf das Archipel im Pazifischen Ozean nicht sehr kostspielig? Nicht, wenn Reisende das Weltnaturerbe auf eigene Faust und mit Tagestouren auskundschaften. Wir haben Tipps & Tricks für das individuelle, kostengünstige(re) Reisen auf den drei Galapagos-Hauptinseln für den kleineren Geldbeutel zusammengestellt.

Insel Santa Cruz: Die Grüne

Santa Cruz beheimatet mit Puerto Ayora die größte Stadt der Galapagosinseln. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Insel dadurch wenig Natur aufweist. Ganz im Gegenteil: Das grün bewachsene Santa Cruz bietet Vielfalt an Vegetation wie Grubenkrater, Farne und Kakteen. Und diese drei Must-Do’s.

1. El-Chato-Schildkrötenreservat (unsere Top-Empfehlung):

Riesenschildkröten sind an zahlreichen Stellen auf den Galapagosinseln vorzufinden. Ein idealer Ort, um die Riesen mit ihren langen Hälsen zu beobachten, ist das El-Chato-Schildkrötenreservat (Eintritt drei US-Dollar). Um zum Naturschutzgebiet zu gelangen, nehmen Reisende am einfachsten ein Taxi von Puerto Ayora. Die Hin- und Rückfahrt kostet circa 30 US-Dollar, der Taxifahrer wartet. In der Anlage können Besucher nicht nur den riesigen Schildkröten tief in die Augen schauen. Ebenfalls kann ein unterirdischer Lavatunnel (im Eintrittspreis inbegriffen) besichtigt werden.

2. Los Gemelos:

Eine Fahrt zum El-Chato-Schildkrötenreservat kann gut mit dem Besuch der beiden Krater Los Gemelos (Eintritt frei), die sich in der Nähe des Naturschutzgebietes im Hochland der Insel befinden und voll üppiger Vegetation sind, verbunden werden.

3. Bahía Tortuga:

Die in einem Nationalpark liegende Bahía Tortuga ist über einen ungefähr zwei Kilometer langen Pfad von Puerto Ayora aus erreichbar. Eintritt muss nicht gezahlt werden. Besucher müssen sich lediglich in eine Liste an einer Kontrollstation eintragen, um die Möglichkeit zu haben, in der Bucht im pulvrigen Sand zu liegen und mit Meerechsen beim Sonnenbaden zu wetteifern.

Insel San Cristóbal: Die Östliche

Auf dem östlichsten Eiland der Galápagosinseln brüten die Tölpelarten Blaufuß-, Masken- und Rotfußtölpel. Ein weiteres Markenzeichen der Insel sind die ausgezeichneten Tauch- und Schnorchelreviere, die vor der Küste von San Cristóbal liegen.

1. León Dormido und Cerro Brujo (unsere Top-Empfehlung):

León Dormido sind zwei senkrecht aufragende Felsen mitten im Meer, die durch einen schmalen Kanal geteilt werden. Doch die Felsformation ist nicht nur für ihr bizarres Aussehen, sondern auch als Tauch- und Schnorchelrevier bekannt, in dem Galapagoshaie, Meeresschildkröten und Seelöwen im Wasser gesichtet werden können. In der Nähe der Felsen funkelt der Sand des Strandes Cerro Brujo, an dem sich das Wasser ebenfalls zum Schnorcheln eignet. Von dem Hauptort der Insel San Cristóbal, Puerto Baquerizo Moreno, werden ganztägige Touren für 80 US-Dollar angeboten, die beide Ziele miteinander verbinden. Wir haben versucht, zu handeln und den Preis zu drücken – leider erfolglos.

2. Cerro Tijeretas:

Einen kurzen Fußweg entfernt von Puerto Baquerizo Moreno befindet sich ein Informationszentrum (Eintritt frei), das zum Beispiel Wissenswertes über die Geschichte der Galapagosinseln bereithält. Folgen Besucher den auf Stelzen gebauten Holzweg, gelangen sie zu einem Aussichtspunkt auf der Spitze des Hügels Cerro Tijeretas.

3. La Loberia:

An dem Strand La Loberia hält sich eine Seelöwenkolonie auf, deren Mitglieder ein gern fotografiertes Motiv sind. Der Strand ist von Puerto Baquerizo Moreno zu Fuß in rund 45 Minuten zu erreichen. Er erstreckt sich hinter dem Flughafen der Insel San Cristóbal.

Insel Isabela: Die Große

Isabela ist die größte Insel des Archipels. Ihr Erscheinungsbild ist unter anderem durch ein vulkanisches Gebiet mit kargen Lavafeldern gekennzeichnet. Doch nicht nur die Vulkane, sondern auch die auf der Insel lebenden Tiere – beispielsweise Pinguine – machen Isabela besonders. Genau wie die nun beschriebenen Orte.

1. Los Túneles (unsere Top-Empfehlung):

In dem Schnorchelspot aus verschachtelten Lavaformationen können Weißspitzen-Riffhaie, Rochen, Meeresschildkröten und Seepferdchen entdeckt werden. Bevor es jedoch ins Wasser geht, steht ein Spaziergang auf dem Lavagestein auf dem Programm, wo sich meist Blaufußtölpel aufhalten. Die ganztägige Tour, die mit dem Boot im Hauptort der Insel, Puerto Villamil, startet, kostet rund 70 US-Dollar.

2. Muro de las Lágrimas:

Die historische Stätte ist eine 100 Meter lange Mauer aus Lavasteinen. Diese wurde von Gefangenen einer ehemaligen Strafkolonie errichtet und symbolisiert die Grausamkeiten, die die Gefangenen ertragen mussten. Die Mauer der Tränen liegt rund fünf Kilometer von Puerto Villamil entfernt in einem Nationalpark, in dem es auch schöne Strände und eine Aussichtsplattform gibt.

3. Vulkan Sierra Negra:

2005 brach der Vulkan Sierra Negra zum letzten Mal aus. „Dies war ein Segen für viele Bewohner der Insel, da dadurch der Tourismus angekurbelt wurde“, berichtet der Reiseleiter Alexis, der Touren zum Krater des Vulkans durchführt, der sich seit dem Ausbruch zu einer wichtigen Touristenattraktion entwickelt hat. Der Ausblick vom nahen Vulkan Chico über ein Lavafeld ist ebenfalls Bestandteil des Ausflugs, der in Puerto Villamil gebucht werden kann und in der Regel 30 US-Dollar kostet.

Anreise, Unterkünfte & Co.: Weitere wichtige Infos zum Reisen auf den Galapagosinseln

Tipps & Tricks zu den unserer Meinung nach besten Sehenswürdigkeiten und Touren auf den drei Galapagos-Hauptinseln reichen jedoch nicht aus, um für eine Reise auf das Archipel gerüstet zu sein. Deswegen haben wir ebenfalls Infos zur Anreise, zu Unterkünften & Co. aufbereitet.

1. Anreise:

Die beiden wichtigsten Flughäfen der Galapagosinseln befinden sich auf San Cristóbal und Baltra. Ein Bus und eine Fähre verbinden den Flughafen auf Baltra mit Puerto Ayora auf Santa Cruz. Der Flughafen auf San Cristóbal liegt bei Puerto Baquerizo Moreno. Es stehen Taxis bereit. Die Ortschaft ist allerdings auch in wenigen Minuten fußläufig erreichbar. Wir sind zu Fuß in die kleine Stadt gelaufen, was überhaupt kein Problem war. Die Galapagosinseln werden von den Airlines Aerogal (www.aerogal.com.ec), TAME (www.tame.com.ec) und LanChile (www.lan.com) von Quito über Guayaquil angeflogen.

2. Weiterreise zwischen den Hauptinseln:

Täglich verkehren öffentliche Privatboote zwischen den Inseln San Cristóbal, Santa Cruz und Isabela. Direkte Bootsverbindungen zwischen San Cristóbal und Isabela sind nicht vorhanden. Es muss ein Zwischenstopp auf Santa Cruz eingelegt werden. Eine Fahrt kostet 30 US-Dollar. In der Nebensaison kann der Fahrpreis aber auf 25 US-Dollar heruntergehandelt werden, wie wir aus eigener Erfahrung berichten können. Fahrkarten können am Reisetag oder im Voraus in Puerto Ayora, Puerto Baquerizo Moreno und Puerto Villamil gekauft werden. Reisende mit nervösem Magen aufgepasst: Die See zwischen den Inseln ist oft rau und dementsprechend wird man in den Booten häufig richtig durchgeschüttelt. Mit solch einem Magen entweder eine Reisetablette vorher nehmen oder doch vielleicht diese Alternative wählen: Die Airline EMETEBE (www.emetebe.com.ec) bietet Flüge von Baltra nach San Cristóbal, von Baltra nach Isabela sowie von San Cristóbal nach Isabela an.

3. Gebühren:

In den Flughäfen von Quito oder Guayaquil müssen Fluggäste mit dem Ziel Galapagosinseln eine Transitkontrollgebühr in Höhe von zehn US-Dollar am Schalter des Instituto Nacional Galapagos entrichten. 100 US-Dollar beträgt die Eintrittsgebühr für den Galapagos-Nationalpark, die an den Flughäfen in Baltra oder San Cristóbal nach der Ankunft in bar gezahlt werden muss.

4. Unterkünfte:

In Puerto Ayora, Puerto Baquerizo Moreno und Puerto Villamil sind zahlreiche Unterkünfte vorhanden. Die Übernachtungspreise sind im Dezember und Januar sowie von Juni bis August am höchsten. Ansonsten sind sie verhandelbar. Mit Verhandlungsgeschick können Reisende dann ein Bett in einer preiswerten Unterkunft für zehn bis 13 US-Dollar pro Nacht bekommen (in unserem Fall hat dies immer funktioniert). Die Übernachtungskosten sind also nicht höher als auf dem ecuadorianischen Festland ist. Aber einen Nachteil gibt es doch: In einigen Insel-Hostels ist der Standard niedriger als in ihren Festland-Pendants. Annehmbare Unterkünfte sind zum Beispiel das „Hostal San Francisco“ in Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal, das „Hotel Salinas“ in Puerto Ayora auf Santa Cruz sowie die „Posada del Caminante“ in Puerto Villamil auf Isabela.

5. Verpflegungsmöglichkeiten:

Es ist nicht zwingend notwendig, in einem teuren Restaurant zu essen. Auf der Insel Santa Cruz befinden sich in Puerto Ayora auf der Straße Charles Binford sogenannte „Kioskos“, in denen für vier Euro ein Mittagsmenü – bestehend aus Suppe und Hauptgericht – erhältlich ist. In Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal ist es ebenfalls möglich, für diesen Preis satt zu werden. Zudem haben einige Hostels – wie die „Posada del Caminante“ in Puerto Villamil – Kochmöglichkeiten. Somit können Gäste ihr auf dem Markt oder im Supermarkt gekauftes Essen selbst zubereiten.

14 Kommentare

    • Von einer Reise

      Sehr gerne. Wir waren im September auf den Galapagosinseln, in der „kühlen und trockenen Jahreszeit“ (Juni – November). Kühl war es aber nicht, tagsüber konnten wir im T-Shirt herumlaufen. Kalt war hingegen das Wasser, beim Schnorcheln bzw. Tauchen braucht man dann einen Neoprenanzug. Das Unterwasserleben soll in dieser Zeit allerdings aktiver sein. Den September haben wir also als guten Reisemonat empfunden. Wir hoffen, dass dein Galapagostraum bald in Erfüllung geht :-)

      • Danke für die Infos!
        Was ich an Preisen ab Deutschland gefunden habe ist eher…unschön…ich denke am besten lassen sich die Galapagosinseln wohl mit einem Aufenthalt in Amerika verbinden und der ist bei mir aktuell leider (noch) nicht in Sicht. Aufgeschoben ist ja aber zum Glück nicht aufgehoben. ;)

        • Von einer Reise

          Das stimmt. Am besten ist es, wenn man eine Galapagosreise mit einem Aufenthalt auf dem ecuadorianischen Festland verbindet. Der Flug von Ecuador auf die Galapagosinseln ist bezahlbar :-)

  1. sabine sagt

    auch von mir vielen dank für die tollen und vielen tipps! ich überlege ich juli auf eigene faust die galapagos inseln zu besuchen – bin mir aber über die anzahl der tage vor ort noch unschlüssig! wie viele tage habt ihr vor ort vebracht und könnt ihr mir subjektiv eventuell sagen, ab wie vielen tagen sich ein aufenthalt überhaupt lohnt? danke

    • Von einer Reise

      Hallo Sabine, vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir waren sieben Tage auf den Galapagosinseln, weniger sollten es unserer Meinung nach nicht sein. Also: mindestens eine Woche ;-)

  2. Vielen lieben Dank für die tollen Tipps!
    Sollte nicht noch Last-Minute ein schönes Cruise-Schnäppchen aufschlagen, werde ich so wie ihr die Insel bereisen. Und habe dank euch schon viele Infos! :-)

    LG Manuela

  3. Käthe sagt

    Danke für die tollen Tipps. Im Oktober erfüllt sich mein langersehnter Galapagos Traum. 8 Tage auf eigene Faust. Ich habe von der TCT Ingala Imigrationskarte gelesen die man für die Einreise benötigt. Muss ich mich dafür vorab um etwas kümmern oder ist das alles am Flughafen zu klären? Vielen Dank

    • Von einer Reise

      Hallo Käthe, vielen Dank für Deine Nachricht. Du musst Dich vorab nicht darum kümmern, wir haben alles am Flughafen geklärt. Viel Spaß schon einmal bei Deinem Galapagos-Traum :-)

  4. Danke für die guten Tipps bin von 16 Februar bis 16 März 2018 auf die galapagos Insel es ist ein Traum von mir auf eigner Faust die Insel zu erkunden habe Viellzeit aber kleine büdjet habt ihr besondere Tipps Tricks günstigen hostels möchte auch selbsverpfegung und günstiger touren finden wäre euch allem dankbar für jeder Hilfe PS habt ihr Erfahrung Tipps Tricks Osterinsel danke MFG

    • Von einer Reise

      Sehr gerne. Es gibt auf den Inseln auch Unterkünfte, die günstig sind. Du musst einfach ein bisschen rumfragen. Wir haben auch immer versucht, den Preis etwas runterzuhandeln. So waren die Unterkünfte gar nicht viel teurer als in Ecuador auf dem Festland. Selbstverpflegung war bei einem Hostel, in dem wir übernachtet haben, möglich. Bei den Touren gibt es allerdings keinen Spielraum, die haben Festpreise. Handeln macht hier keinen Sinn ;-) Auf den Osterinseln waren wir bis jetzt nicht, diesbezüglich können wir also keine Tipps und Tricks geben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.